Testberichte

Oculus Quest im Check: Testberichte und Infos zum neuen VR-Headset von Facebook

Die VR-Brille ist auf dem Markt für ca 450 Euro erhältlich

Nachdem Facebook mit der Oculus Go bereits ein Kassenschlager im Bereich der VR-Headsets gelungen ist, so legt das Unternehmen im Frühjahr 2019 direkt nach. Mit der Oculus Quest erscheint die erste völlig autarke VR-Brille im Highend-Bereich.

Oculus Quest
Die im Frühjahr erscheinende Oculus Quest

Im Gegensatz zur Oculus Rift oder der HTC Vive braucht die Oculus question keinen Hochleistungs-PC, um VR Games, Apps und Experiences für den Nutzer verfügbar zu machen. Nur die Brille und zwei Controller werden notwendig sein, um eine vollständige Immersion in virtuelle Realitäten zu erreichen.

In diesem Beitrag schau ich mir einmal an was bis heute (Stand 28. Januar 2019) an Informationen zur neuen VR-Brille verfügbar ist. Die ersten Testberichte von Prototyp-Testern und welche VR Games, Anwendungen und Experiences für die Oculus Quest zur Verfügung stehen werden. Auf der Webseite von Oculus gibt es Infos zur Quest aus erster Hand.

Denn das war definitiv eine Stärke bei der Oculus Go. Viele Spiele, Anwendungen und VR Videos waren durch die Kompatibilität mit den Samsung Gear Inhalten verfügbar. Das steigerte die Nachfrage nach dem VR-Headset enorm.

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Die Technik in der VR Brille

Die Oculus Quest wird einen deutlich leistungsstärkeren Prozessor haben, wie die Oculus Go. In der Oculus Go ist der Snapdragon 821 Prozessor verbaut. Die Oculus Quest bekommt Qualcomms Snapdragon-Prozessor 835, der deutlich leistungsstärker ist.

Gleichzeitig verbraucht der Prozessor deutlich weniger Energie und hält damit bei gleichem Akku viel länger durch. Ca. 40 % ist die Energieeinsparung beim Snapdragon 835 gegenüber dem Snapdragon 821.

Höhere Auflösung und höhere Bildwiederholrate

Oculus Go Fresnel-Linsen
Die Oculus Quest bekommt wie die Oculus Go hochwertige Fresnel-Linsen für Top-Bildqualität

Durch den leistungsstärkeren Smartphone Prozessor wird die Quest im Vergleich zu Go eine höhere Auflösung mit gleichzeitig höherer Bildwiederholrate bekommen. Allerdings ist auch hier schon die Oculus Go wirklich gut. Sie schlägt die deutlich teureren Oculus Rift und HTC Vive Pro, sowie die Playstation VR in der Bildqualität, so zumindest meine Meinung. Verantwortlich dafür sind unter anderen die extrem guten Fresnel-Linsen, die hier verbaut worden sind.

Der Oculus-Technikchef John Carmack meinte zum Snapdragon 835: er liefert eine Leistung, die vergleichbar ist mit der PlayStation 3 und Xbox 360. Wobei die Grafik nicht ganz an dieses Niveau herankommen wird.

Der Preis der Oculus Quest

Die neue VR-Brille (zu meinem VR-Brille Test) von Oculus wurde mit einem Preis von 400 $ angekündigt. Dazu bekommt man zwei 3-D-Controller. Ein echter Kampfpreis, um die Quest auf dem Massenmarkt zu etablieren. Auch aus diesem Grund hat man sich für den etwas älteren Chip entschieden. Inzwischen gibt es schon Nachfolgemodelle, die noch mal deutlich schneller sind. Hier ist der 845 Snapdragon von Qualcomm bereits auf dem Markt.

Im Video: Testbericht zur Oculus Quest von einem Beta-Tester

Wie lange wird der Akku durchhalten

Zocken in der Go macht richtig Fun. Mit der neuen Oculus Quest wird das nochmal deutlich besser.

Bei der Oculus Go wurden 2 Stunden Akkulaufzeit angegeben. Da ich die Oculus Go regelmäßig nutze, kann ich das definitiv bestätigen. Knapp 2 Stunden hält der Akku durch, wenn man Spiele zockt auf der Brille. Surft man nur durchs Internet oder sieht sich 360 Grad Fotos und Videos an, dann kann es auch mal ein paar Minuten länger sein.

Bei der Quest hat Oculus eine Akkulaufzeit von mindestens 2 Stunden angekündigt. Das stellt die Belastung bei VR Games dar. Wird nicht ganz so viel Leistung abgerufen, dann kann es auch bis zu 4 Stunden Akkulaufzeit geben.

Allerdings kann man die Oculus Go auch mit angeschlossenem USB Kabel laden, während man sie nutzt. Das wird bei der Oculus Quest wahrscheinlich auch der Fall sein.

Linsen und Display

Sichtfeld Oculus Go Illustration
Das Sichtfeld der neuen Oculus Quest wird genau wie bei der günstigeren Oculus Go bei sehr guten 100° liegen. Die Immersion in die Virtuelle Realität ist damit faszinierend.

Genau wie in der sehr erfolgreichen Oculus Go bekommt auch die Oculus Quest hochwertige Fresnel-Linsen verbaut. Mit mit einem Sichtfeld von 100° wird die Quest ein sehr immersives VR-Erlebnis, nicht nur bei Games bieten. Dafür sorgen zwei OLED-Displays mit Pentile-Matrix. Eine Auflösung von 1600 x 1440 Pixel pro Auge mit einer Bildwiederholrate von 72 Hz.

Das sind wirklich sehr gute Werte und ich freue mich bald zum ersten Mal diese Brille aufsetzen zu können. Denn das ist noch mal eine Steigerung zu Oculus Go, mit der ich auch schon sehr glücklich bin.

Einstellbarer Linsenabstand

Bei der Quest kann der Linsenabstand eingestellt werden. Das sorgt für ein besseres Bild. Eine Weiterentwicklung zu Oculus Go, die eine Einstellung abgestimmt auf den Augenabstand nicht möglich gemacht hat.

Lautsprecher und Kopfhörer

Genau wie die Oculus Go hat die Quest eingebaute Lautsprecher in den seitlichen Bügeln. Ich kann bei der Oculus Go nur sagen, dass die Qualität des Sounds und das immersive Gefühl wirklich gut ist. Auch wenn man keinen Kopfhörer verwendet. Der Raumklangeffekt ist für mich immer schon gut gewesen.

Wenn das bei der Quest genauso ist, dann bin ich mehr als zufrieden. Allerdings gibt es natürlich auch einen Klinkenanschluss für einen Kopfhörer. Mit Spannung erwarte ich was die Doppelklinke sein soll. Denn die Quest-Brille wird zwei Klinkenanschlüsse haben.

Oculus Insight Tracking – innovativ und ein Durchbruch in VR?

Controller der Oculus Quest
Einer der beiden Controller der Oculus Quest

Oculus wird in die Quest das Trackingssystem Insight einbauen. Damit bekommt man absolute Bewegungsfreiheit während des eintauchens in die virtuelle Realität. Ein absolutes Novum für eine VR-Brille, die ohne PC und externe Sensoren auskommen.

Dafür hat das Oculus VR-Headset insgesamt vier Kameras zum Tracking eingebaut. Diese sind vorne im Gehäuse integriert und bilden jede Ecke der Brille ab. Dadurch werden die Bewegungen des Nutzers erfasst und in der virtuellen Realität umgesetzt. Durch diese Kameras werden auch die Bewegungen der Controller in beiden Händen verfolgt und so kann man sich in der virtuellen Umgebung ziemlich frei bewegen.

Erste Testberichte von Prototypen zeigen, dass die Trackinqualität sehr gut ist. Wer die Oculus Rift kennt, der kann hier noch mal deutlich mehr erwarten, so zumindest die Tests einiger ausgesuchter VR-Enthusiasten. Und das ganze ohne jede Kabel und andere Geräte.

VR Games und Apps für die Oculus Quest

Oculus Go Bibliothek
In der Bibliothek der Oculus Go kannst Du deine VR-Inhalte verwalten und installieren. So ähnlich wird es auch bei der Oculus Quest sein.

Genau wie die Oculus Go wird die Quest über die Smartphone-App konfiguriert. Über die App kann auf den Oculus Store zugegriffen werden und VR Apps, Games und Anwendungen installiert werden. Dafür muss man nicht einmal Brille zur Hand haben. So kann man sich auf dem Heimweg in der Bahn schon einmal ein paar Spiele oder Anwendungen aussuchen und installieren. Ist die Brille mit dem Wlan zu Hause verbunden, dann werden diese Anwendungen direkt auf die Brille geladen.

Natürlich kann man auch direkt im Headset auf den Oculus Store und alle VR-Inhalte zugreifen. Oben siehst Du wie das bei der Go aussieht. So ähnlich wird das natürlich auch bei der Quest sein.

Oculus App
Oculus Store in der App

Übrigens kann man über den Oculus Store nicht nur die vielen kostenlosen Apps und Games sowie alle anderen VR-Experiences installieren, sondern auch Premium-Inhalte kaufen. Für ein paar Euro bekommt man dann weitere sehr gute 3D-Games und andere tolle Sachen.

Mehr als 50 Spiele und Apps zum Start

Sobald die VR-Brille Quest von Oculus erscheint, sollen bereits über 50 Spiele und Apps erhältlich sein. Ich gehe allerdings davon aus, dass es sehr schnell viel mehr sind. Bei der Oculus Go ist die Entwicklung bei den Inhalten jedenfalls rasant, seit die Brille im Frühjahr 2018 auf den Markt kam.

Von der Oculus Rift sollen die Games:

  • Superhot VR,
  • Robo Recall,
  • Moss,
  • The Climb

für die Oculus Quest verfügbar sein. Dazu auch zwei  VR-Inhalte, die ich auf der Oculus Go super finde. Das sind:

  • Dead and Buried (3D-Game),
  • Face Your Fears 2 (3D VR-Experience)

Interessant dürfte auch die angekündigte Star Wars VR-Experience werden, die bereits offiziell bestätigt wurde. Diese Serie wird mit Episode eins zum Start des VR-Headset erhältlich sein. Dazu gibt es bereits einen Thriller, den Du Dir hier anschauen kannst

Zielgruppe und Preis-Leistungs-Verhältnis

Oculus hat die VR-Brille Quest hauptsächlich für Spiele entwickelt. Es soll eine Art VR-Konsole für Gamer sein. Deshalb wird die Quest bei Oculus auch als „All-in-One VR-Gaming-System“ bezeichnet.

Positioniert zwischen der Oculus Go und der Rift. Eines ist klar: Standalone-Headsets sind einfach der beste Weg, um erste Erfahrungen in virtuellen Realitäten zu machen. Man braucht keinen leistungsstarken PC und die Einrichtung über die App ist ein Kinderspiel. Technisches Wissen ist nicht notwendig. Wie ich bereits bei der Oculus Go gesehen habe, ist die Bildqualität erstaunlich und die Immersion richtig gut. Man muss es einfach selber erlebt haben, um es beschreiben zu können.

Release Datum noch nicht ganz klar

Die Veröffentlichung wurde von Oculus mit dem Frühjahr 2019 benannt. Also etwas Spielraum, und deshalb kann man den genauen Veröffentlichungszeitraum noch nicht nennen. Sicher ist, dass die Oculus Quest zeitgleich neben den USA auch in Deutschland verfügbar sein wird.

Wie bereits gesagt wird der Preis bei 400 $ liegen. In Deutschland, bzw. in Europa, geht man von einem Preis bis zu 450 € aus. Ein Preis mit dem man schnell große Marktanteile gewinnen will.

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Mein Fazit

Nach den tollen Erfahrungen mit meiner Go bin ich sehr gespannt, wie die Virtuelle Welt in der Quest sein wird. Bei der Go muss man npch Abstriche bei den VR-Games machen. Ich hoffe das es bei der Quest einen deutlichen Sprung nach vorne geben wird. Was man so hört ist das auch definitiv der Fall.

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Alexander

Hallo, ich bin Alex und seit Jahren absoluter VR-Enthusiast. Ich habe zahlreiche Headsets und Kameras schon gekauft und getestet. Meine neueste Errungenschaft ist die Oculus Go, ein sehr empfehlenswertes Standalone-Headset. Als YouTube und Blogger nutze ich die Technologie gerne auf meinem Channel und zocke auch ab und zu mal gerne ein cooles VR-Game. Mein aktuelles Lieblingsspiel ist Dead and Buried auf der Oculus. Mehr zu mir hier

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