Testberichte

BOBOVR Z4 VR-Brille Test – Mein Testsieger bei den Smartphone Headsets

Das VR-Headset vom Hersteller BoBoVR ist mein Testsieger bei den Virtual-Reality-Brillen für das Smartphone. In meinem Test werde ich die Vorteile und Nachteile dieser VR-Brille aufzeigen.

BoboVR Z4 VR-Brille
Die BoboVR Z4 ist mein Testsieger bei den VR-Brillen für das Smartphone

Natürlich werde ich auch die Verwendung und Einstellung der Brille demonstrieren. Aber schauen wir uns erst einmal die Eigenschaften genauer an.

Die Fakten im Check

  • Sichtfeld / Field of View FOV: 120 Grad
  • Durchmesser der Linsen: 42 mm
  • Integrierte Kopfhörer: Ja
  • Anschluss an Powerbank in Brille möglich: Ja
  • Smartphones: 4,0 bis 6,0 Zoll
  • Lieferumfang: VR Brille mit englischer Anleitung
  • Qualität der Linsen: Gut
  • Verstellbarer Linsenabstand zu den Augen: Ja
    • separater Linsenabstand einstellbar: Nein
  • Abstand der Linsen zueinander einstellbar: Ja
Grundsätzlich sind VR-Brillen in den Augen vieler Käufer alle gleich. Wer allerdings bereits mehrere Modelle verwendet hat, der weiß wo die Unterschiede liegen. Und diese sind teilweise enorm.
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Auf die Kleinigkeiten kommt es an

Ich selber habe schon mindestens ein Dutzend VR Headsets für das Smartphone wieder weggeschmissen oder zurückgeschickt. Denn sie waren einfach komplett unbequem, die Einstellungsmöglichkeiten waren zu gering (Linsenabstand und Augenabstand), der Tragekomfort eine Katastrophe und das „hineinfriemeln“ des Smartphones ein immer währendes Ärgernis.

Mehrere VR-Brillen zusammen
Kleine Auswahl meiner VR-Brillen

Inzwischen habe ich drei VR Brillen mit denen ich sehr zufrieden bin. Davon ist die Z4 von BoBoVR mein Liebling. Denn sie hat ein paar Eigenschaften, die sie besonders komfortabel macht. Darauf werde ich im folgenden eingehen und mithilfe von Bildern das ganze illustrieren. In meinem Testbericht werden alle Funktionen und Eigenschaften genau dargestellt.

Hinweis: Oft sind es Kleinigkeiten, die aus einer VR-Brille ein sehr gutes Modell oder ein Durchschnittsmodell macht. Für einen Erstkäufer sind diese Dinge nicht wirklich einzuschätzen. Erst wenn man ein paar von den Headsets selber benutzt hat. Dann weiß man worauf man achten muss.

Das Sichtfeld oder Field Of View (FOV)

Sichtfeld des menschlichen Auges Illustration
Das Sichtfeld des menschlichen Auges liegt bei 180°. Bei VR-Headsets wird es meist Englisch als Field of View (FOV) angegeben.

Für ein eintauchen in die virtuelle Realität ist die Breite des Sichtfelds ein entscheidender Punkt. Bei den Angaben zu den Produkten wird das meist unter dem englischen Begriff Field Of View (FOV) angegeben. Bei schlechten Brillen wird es überhaupt nicht dazugeschrieben. Wenn es nicht dran steht, dann würde ich persönlich immer von einem Kauf abraten. Denn der Wert ist entscheidend.

Was ist das Sichtfeld eigentlich?

Das menschliche Auge hat ein Sichtfeld von ca. 180 Grad. Schaut man gerade aus nimmt man Bewegungen noch in diesem Bereich war. Du kannst das leicht ausprobieren, indem Du gerade aus schaust und die rechte oder linke Hand dann von hinten an Deinem Kopf seitlich vorbeiführst. Die Bewegung nimmst Du ungefähr im Winkel von 180 Grad war. Du kannst natürlich die Hand nicht scharf erkennen, aber Du kannst die Bewegung wahrnehmen. Das versteht man unter dem Sichtfeld.

Bei einer VR-Brille ist es das Gleiche. Je breiter das Sichtfeld ist, desto realistischer die Darstellung. Auch sehr gute VR-Headsets kommen dabei nicht auf 180 Grad, noch nicht. Gute Modelle liegen inzwischen bei 100 Grad und etwas mehr.

Sichtfeld von 120 Grad bei der Z4

Sichtfeld VR-Brille 120°
Die BoboVR Z4 hat ein Sichtffeld von 120°. Voraussetzung ist natürlich ein entsprechend großes Smartphone Display.

Die Z4 VR-Brille von BoBoVR bringt es auf satte 120° Sichtfeld. Ein Spitzenwert unter den günstigen Brillen für das Smartphone. Mir ist tatsächlich auch kein teures Modell bekannt, dass dieses Sichtfeld hat. Wenn man bedenkt, dass das Modell gerade einmal um die 20 € kostet, dann ist das schon spitze. Das war für mich auch der Grund dieses Gerät einfach mal zu bestellen.

In meinem Test hat sich dann gezeigt, dass es wirklich einen großen Unterschied zu meinen bisherigen Brillen machte. Das abtauchen in die virtuelle Umgebung, egal ob VR-Video oder Foto ist einfach deutlich besser. Durch das große Sichtfeld hat man viel mehr das Gefühl mitten in der Szene zu stehen.

Voraussetzung für die volle Weite ist allerdings auch ein entsprechend großes Smartphone-Display. Wer ein 4 Zoll Display hat, der kommt nicht auf diesen Maximalwert. Aber das liegt nicht nicht an der Brille.

Mein Testfazit: Note sehr gut für das Sichtfeld

Einstellungsmöglichkeiten der Linsen

Bei der BoBoVR Z4 kann der Linsenabstand von den Augen und zwischen den Augen eingestellt werden

Ein zweites wichtiges Kaufkriterium ist bei einer solchen VR-Brille für ein Smartphone definitiv die Einstellungsmöglichkeit bei den Linsen. Darunter versteht man die Möglichkeit den Augenabstand zur rechten und linken Linse einzustellen und den Abstand der Linsen zueinander zu verändern.

Denn tatsächlich hat nicht jeder Mensch den gleichen Augenabstand. Hier kommt es zu kleinen Variationen, die sich aber beim betrachten in einer VR-Brille deutlich auswirken.

Vertikaler Linsenabstand

Über einen Drehregler auf der Oberseite der Brille kann man den vertikalen Linsenabstand zueinander verstellen. D.h. die Linse für das rechte und linke Auge hat einen größeren oder einen kleineren Abstand zueinander. Das ist wichtig, um den individuellen Augenabstand des Menschen abzubilden und tatsächlich ein scharfes Bild zu bekommen.

Die Einstellungsmöglichkeit ist bei der Z4 nicht nur vorhanden, sondern hat einen extrem großen Spielraum. Tatsächlich ist es das VR-Headset für Smartphones, das in meinen Tests hier die größte Verstellbarkeit ermöglichte. Einige Brillen bieten das zwar an, aber der Abstand kann nur ganz geringfügig verändert werden und reicht dann oft nicht aus.

Linsenabstand zum Auge

An diesem Drehregler kann der Linsenabstand eingestellt werden.

Noch wichtiger ist die Verstellmöglichkeit der Linsen zum Auge. Damit wird der Abstand zwischen den Linsen und den Augen verstanden. Damit lassen sich leichte Sehschwächen mit niedrigen Dioptrin ausgleichen. Ich selber habe beispielsweise auf einem Auge eine leichte Kurzsichtigkeit und auf dem anderen Auge eine leichte Weitsichtigkeit Mit dieser Einstellung kann ich das ziemlich gut kompensieren, ohne dass ich eine Brille anziehen muss.

Auch hier kann die Brille von BoBoVR mehr als punkten. Sie hat die größte Spanne beim Augenabstand von allen getesteten Modellen.

Tragen einer Brille im Headset

Die Z4 bietet einen recht großen Raum in der Brille. Dadurch können Lesebrillen und kleinere Brillen tatsächlich angezogen werden, ohne zu drücken und unbequem zu werden. Allerdings muss man hier einschränkend dazusagen, dass eine große Brille hier auch nicht wirklich hineinpasst. Dafür muss man Kontaktlinsen verwenden.

Die Smartphone-Halterung

Die Halterung für das Smartphone ist sehr gut gelöst. Das Handy sitzt einwandfrei positioniert fest.

Wer bereits ein wenig Erfahrung mit diesen VR-Brillen hat, der weiß wie wichtig die Halterung für das Smartphone ist. Je leichter Dieses eingelegt und richtig zentriert werden kann, desto angenehmer. Viele Brillen sind hier recht einfach ausgestattet. Die BoBoVR bietet tatsächlich einen sehr guten Klemmmechanismus, in der das Smartphone einfach mittig zentriert werden kann.

Ist das nicht der Fall, dann muss man das von Hand justieren, was ziemlich nervig ist. Denn dafür muss man bei den Brillen immer wieder den Mechanismus öffnen und dafür die Brille ausziehen. Sobald man dann ein wenig Ruckelt beim Aufziehen der Brille, verrutscht das Smartphone wieder in der Halterung. Deshalb ist eine robuste und unterstützende Halterung wichtig.

Auf dem Foto kannst Du das sehen. Das Smartphone wird seitlich fixiert, so das es mittig ausgerichtet auf die Linsen ist. Für mich sehr gut gelöst und deshalb im Test die Note sehr gut.

Tragekomfort kann sich sehen lassen

Die Polsterung am Kopfband ist sehr komfortabel für den Tragekomfort.

Als ich das VR-Headset zum ersten Mal angezogen habe, da war ich vom Tragekomfort sofort begeistert. Bis dahin hatte ich viele Brillen gehabt, die recht unangenehm zu tragen waren. Oft waren sie vorne so schwer und der Haltemechanismus so schwach, dass man ständig Druck auf die Nase hatte und sehr viel Gewicht vorne.

Bei diesem Modell ist das anders. Das Eigengewicht ist ziemlich niedrig und durch die seitlichen Kopfhörer besser ausbalanciert. Gleichzeitig ist der Schutz um die Augen herum sehr angenehm gepolstert. Auch das eine Schwäche vieler Brillen. Aber das Beste ist die am Kopfband angebrachte runde Polsterung. Unter einem ovalen, weißen Plastik ist eine sehr angenehme Polsterung, die angenehmes Tragen ermöglicht. Auch das Band hinter dem Kopf hat eine sehr breite und gute Polsterung, sodass der Tragekomfort dieser Brille sehr gut ist. Zumindest hatte ich noch keine bessere in der Hand.

Natürlich können die Kopfgurte individuell verstellt werden. Dafür hat das Band Klettverschlüsse an beiden Seiten und oben.

Mein Testfazit: sehr gut

Sound und Anschlussmöglichkeiten

Kopfhörer Anschlussstecker BoBoVR Z4
Hier kann das Smartphone in der VR Brille an die Kopfhörer angeschlossen werden.

Bei den meisten günstigen VR-Brillen für das Smartphone gibt es keinen Sound. Dieser kommt aus dem Lautsprecher des Smartphones und das war’s. Eine realistische virtuelle Umgebung wird damit nicht geschaffen. Hier hat BoBoVR eine bessere Lösung. Denn es gibt zwei Lautsprecher, die tatsächlich den Eindruck eines Surround-Sound in der virtuellen Realität geben.

Dafür wird das Smartphone in der Halterung über den vorhandenen Anschluss an die Kopfhörer angeschlossen. Das war’s. Inzwischen wird das Konzept von vielen anderen kopiert, aber die Idee ist einfach genial.

Nebengeräusche werden so kaum wahrgenommen, da man einen Kopfhörer trägt.

Lademöglichkeiten vorhanden

Eine sehr gute Eigenschaft ist die Möglichkeit das Smartphone in der Halterung an eine Powerbank anzuschließen. Denn für die Luftzufuhr und Wärmeabfuhr ist an den Seiten ausreichend Platz gelassen worden, um ein USB-Ladekabel in der Brille anzuschließen. Das ist bei den meisten VR-Brillen nicht möglich.

Mein Hinweis: Tatsächlich ist das eine nette Möglichkeit, aber die meisten Smartphones neigen ohnehin dazu recht schnell in den Brillen zu überhitzen. Die Wärmeabfuhr ist durch die Halterungen relativ schlecht und der Rechenaufwand für die Darstellung der VR-Inhalte sehr hoch. Deshalb ist ein langes Ansehen bei den meisten Smartphones, egal in welchem Headset, sowieso nicht möglich. Wenn allerdings das Smartphone einmal fast leer ist, dann ist das eine sehr gute Möglichkeit.

Verwendung von iPhones und Android Smartphones

Eigentlich muss es nicht dazu gesagt werden. Denn jedes VR Headset ist in der Lage sowohl iPhones, als auch Android Smartphones aufzunehmen. Nicht alle VR-Brillen sind in der Lage Smartphones mit 6 Zoll Displays aufzunehmen. Darauf sollte man beim Kauf immer achten. Aber ansonsten gibt es hier kein Unterschied, da die eigentliche Technik im Smartphone ist.

Trotzdem soll es hier dazu gesagt werden, dass in der BoBoVR Z4 natürlich iPhones und Android Smartphones verwendet werden können. Falls ihr ein Einsteiger seid, dann fragt ihr Euch das vielleicht.
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Mein Testfazit zur Z4 Brille

Die Z4 von BoBoVR ist mein absoluter Testsieger bei den VR-Brillen für das Smartphone. Sie hat alles, was ein solches Headset mitbringen sollte. Außerdem ist der Preis für diese Ausstattung geradezu lächerlich. Denn man bekommt die Brille bereits für 20 €. Das betrachten von VR-Videos, egal ob 360 Grad oder 180 Grad, ist ein sehr gutes Erlebnis. Auch das Spielen von VR-Games macht gerade durch die integrierten Kopfhörer richtig Fun. Die Immersion ist sehr gut für ein Smartphone Headset. Auch 3D Videos können natürlich problemlos damit angesehen werden. Auf meinem YouTube Channel findet ihr davon einige Videos, die ihr dann ausprobieren könnt.

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Alexander

Hallo, ich bin Alex und seit Jahren absoluter VR-Enthusiast. Ich habe zahlreiche Headsets und Kameras schon gekauft und getestet. Meine neueste Errungenschaft ist die Oculus Go, ein sehr empfehlenswertes Standalone-Headset. Als YouTube und Blogger nutze ich die Technologie gerne auf meinem Channel und zocke auch ab und zu mal gerne ein cooles VR-Game. Mein aktuelles Lieblingsspiel ist Dead and Buried auf der Oculus. Mehr zu mir hier

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